Fit und stark

   ein Präventionsprojekt unserer Schule
 

 

Fit und stark

 Ein Präventionsprojekt an unserer Schule 

Mit dem Schuleintritt beginnt für die Kinder ein neuer, wichtiger Lebensabschnitt. Sie müssen lernen, sich in der neuen Schulumgebung zurecht zu finden. Nebst dem Schulstoff gibt es noch viele andere Dinge zu lernen: die neuen Regeln einzuhalten, eigene Ideen und Meinungen angemessen zu vertreten, vielleicht auch mit Enttäuschungen fertig zu werden, usw. Plötzlich sind da viele Kinder unterschiedlichen Alters. Gemeinsam spielt man in der Pause, lernt neue Kolleginnen und Kollegen kennen. Dieses Zusammensein mit anderen Kindern bedeutet immer auch Rücksichtsnahme und Verständnis. Manchmal gibt es Streit, Auseinandersetzungen. Bei vielen Menschen löst das Wort „streiten“ jedoch unangenehme Gefühle aus. Streiten zwischen Menschen, die sich mögen, ist notwendig und manchmal unvermeidbar. Die Frage stellt sich nur: wie streitet man fair? Kann man das lernen? Wir meinen: ja!

Was wollen wir mit unserem Projekt?

Ziel des Projektes ist die Persönlichkeitsförderung der Kinder in der Schule. Dabei soll es um Verbesserung der Lebenskompetenz der Kinder gehen.

Wir haben folgende Schwerpunkte festgelegt:

1.       Gemeinschaft erleben, Werte und Regeln kennen

2.       Wahrnehmung und Kommunikation

3.       Gefühle erkennen, benennen und damit umgehen

4.       Kreative Konfliktlösungen

Wichtige Schwerpunkte liegen also in der Förderung der sozialen und emotionalen Kompetenzen. Sie sind wichtige Voraussetzungen, um erfolgreiche Konfliktstrategien anzuwenden. Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl sollen gestärkt werden. Konflikte können nur fair geregelt werden, wenn beides beim Menschen ausgebildet ist.

Auch der Umgang mit positiven und negativen Gefühlen gehört mit dazu. Die Kinder lernen Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken. Sie können sich aber auch in die Empfindungen der anderen einfühlen. Gerade dieser Punkt führt häufig zu Missverständnissen. Kinder sind oft überrascht, wenn sie erfahren, dass die anderen einen Vorfall ganz anders wahrnehmen und beurteilen als sie selbst.

Dazu kommt das Kennenlernen von Werten und Regeln:  Gerechtigkeit, Fairness, Abmachungen einhalten. Dies sind wichtige Bausteine, die im Unterricht erarbeitet werden.

Die Kinder lernen durch spielerische Übungen. Sie erfahren von ihren Mitschülerinnen und Mitschüler: Beachtung, Wertschätzung und Anerkennung.

Sicher haben die Kinder von solchen Stunden zu Hause erzählt, vielleicht sogar über unsere Schulhausregeln berichtet?

 

Vom Kindergarten bis zur 5. Klasse heissen sie (je nach Altersstufe) sinngemäss etwa so 

OMA-Regeln:

Ohr:            Wir hören einander zu

Mund:         Wir sprechen freundlich miteinander

Auge:           Wir achten einander

In den verschiedenen Jahrgangsklassen werden diese Regeln in spielerischen Übungen erlebt und vertieft. Kinder lernen über Lob und Anerkennung, das stärkt ihr Selbstwertgefühl.

Schön, wenn Sie zu Hause diese Regeln gleich mit übernehmen. Übung macht bekanntlich den Meister.

Viel Spass!

Katja Klingler

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